Das Museum

Die Stadt Wörth am Main ist seit dem 13. Jahrhundert eine Schifferstadt. Mit dem 1991 eingerichteten Museum führte die Stadt Wörth die bereits im Jahr 1903 profanierte und lange Zeit dem Verfall preisgegebene St. Wolfgangskirche einer sinnvollen Nutzung zu. Der Zugang zu den ebenerdigen Ausstellungsflächen und dem Medienraum ist behindertengerecht , die auf der 1. Empore gezeigten Exponate sind in einem Aufzug zu erreichen. Die 2. Empore ist leider nicht barrierefrei.

Die von dem Museum genutzten Einbauten bilden einen gelungenen Kontrast zu dem steinernen Kirchenbau. Der Charakter des ehemaligen Kirchenraumes mit dem zweigeschossigen Emporeneinbau blieb weitgehend erhalten. Stege, Treppen und sonstige Konstruktionen, allesamt in leichter, lichtdurchlässiger Stahlbauweise gehalten, nehmen Bezug auf die technischen Eigenkeiten der Schiffsarchitektur. Im Kirchenschiff werden auf drei Ebenen eine Vielzahl von maßstabsgetreuen Modellen, Werkzeugen, Geräten, Dokumenten und Bildern, auf der Freifläche im Museumshof verschiedene Schiffsteile (Originale) gezeigt. Die Ausstellung veranschaulicht die Bedeutung des Mains als Verkehrsweg, erläutert den Auftrag und Werdegang der Mainschifffahrt und gibt Einblicke in die Geschichte und Technik des Schiffbaus.

Im Medienraum – der ehemaligen Sakristei – informieren Filme über die Binnenschifffahrt, den Schiffbau und die Flößerei den Besucher. Themen sind die Flüsse, Kanäle, Häfen, Werften und Schleusen. Die Beiträge berichten über den Alltag der Binnenschiffer, beschreiben das Leben der Menschen an den Ufern der Gewässer und thematisieren die wirtschaftliche Bedeutung und den kulturellen Wert unserer Flüsse und deren Landschaften. Der Besucher kann den gewünschten Beitrag am Steuerpult abrufen.